Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk 3 Rosenheimer Innungsbetriebe unter den Preisträgern

19.12.11
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Das Gruppenfoto aller Preisträger mit Staatsminister Helmut Brunner (1. Reihe, 2. v. re.) und

Höhepunkt eines guten Jahres für das Bäckerhandwerk

München. Zwanzig Bäckereien aus dem gesamten Freistaat sind
am 15. Dezember mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk
ausgezeichnet worden. Der Bayerische Staatsminister
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner,
MdL übereichte die Preise persönlich und betonte in seiner Festrede:
„Der Staatsehrenpreis krönt die langjährige erfolgreiche handwerkliche
Qualitätsarbeit der ausgezeichneten Betriebe. Er soll den
besonderen Wert ihrer Leistung und Produkte im Bewusstsein der
Verbraucher und der Öffentlichkeit verankern.“ Landesinnungsmeister
Heinrich Traublinger, MdL a. D. verwies darauf, dass die
feierliche Preisverleihung ein Jahr beschließt, in dem das bayerische
Bäckerhandwerk gute wirtschaftliche Zahlen vorlegen kann:
„Bei in etwa gleich bleibender Beschäftigung wird der Umsatz des
bayerischen Bäckerhandwerks 2011 in einem Volumen steigen, das
merkbar über der Inflationsrate liegt“. Den Kernfaktor für Erfolg des
Bäckerhandwerks im hart umkämpften Backwarenmarkt stellt dabei
laut Traublinger die „hohe Produktqualität“ dar.
Im repräsentativen Vierschimmelsaal der Münchner Residenz legte
Staatsminister Brunner einen Schwerpunkt seiner Rede auf die regionalen
Erzeugung und Vermarktung von Agrarprodukten und Lebensmitteln.
Er appellierte an die anwesenden Betriebe, „wo immer das möglich ist,
bayerische Rohstoffe zu verwenden, um dem Wunsch der Verbraucher
nach durchgängig regional erzeugten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln
zu erfüllen.“ Der Minister zeigte sich überzeugt, dass das
Thema Regionalität weiter an Bedeutung gewinnen werde und nannte
die Betriebe des Bäckerhandwerks die „glaubwürdigsten Botschafter“ für regionale Produkte. Die über 160 Gäste dankten es ihm mit lebhaftem
Applaus.
Landesinnungsmeister Traublinger nutzte den traditionellen Jahresabschluss,
zu dem sich die Verleihung der Staatsehrenpreise mittlerweile
im bayerischen Bäckerhandwerk entwickelt hat, um kurz auf das zu Ende
gehende Jahr 2011 zurückzublicken. „Wenn nichts Außergewöhnliches
mehr dazwischen kommt, wird das bayerische Bäckerhandwerk in
diesem Jahr zum ersten Mal einen Jahresumsatz von mehr als 2,4 Mrd.
€ erzielen“, bilanzierte der Landesinnungsmeister und zeigt sich optimistisch,
dass das Bäckerhandwerk auch im kommenden Jahr diesen Aufwärtstrend
fortsetzen könne. Die zentrale Voraussetzung dafür sei allerdings
das, wofür der Staatsehrenpreis sinnbildlich stehe – „kontinuierlich
hohe Produktqualität im Kernsortiment Brot.“ Brot ist das zentrale Produkt,
mit dem der Handwerksbäcker identifiziert wird, aber es ist noch
viel mehr als das. „Brot ist ein Stück Kultur“, betonte Traublinger und
nannte vor allem drei Initiativen, in denen sich der Landes-
Innungsverband engagiert, um diese Botschaft den Verbrauchern näher
zu bringen: Die Mitwirkung im Verein „Kulinarisches Erbe Bayern“, die
Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Marketingagentur für Agrarprodukte
und Lebensmittel des Freistaates Bayern und die Unterstützung
der Bemühungen, die deutsche Brotvielfalt als immaterielles Weltkulturerbe
anerkennen zu lassen.
Den Höhepunkt der Preisverleihung bildete die Überreichung der Medaillen
und Ehrenurkunden an die zwanzig Betriebsinhaber, die Brunner
und Traublinger gemeinsam vornahmen. Im Anschluss an die Preisverleihung
konnten sich alle Gäste im angrenzenden Kaisersaal an einem
Brotbuffet mit Spezialitäten der ausgezeichneten Betriebe einen eigenen
Eindruck vom Qualitätsniveau der Preisträger verschaffen. Für die musikalische
Begleitung sorgte das Blechbläserensemble „Die vier Hinterberger
Musikanten“.