Gemeinsame Freisprechungsfeier der Rosenheimer Bäcker- und der Metzgerinnung
Die steigenden Energiekosten bei Strom, Gas und Diesel sowie höhere Rohstoffpreise machen ebenso wie die steigenden Lohnkosten den Bäckern in der Region zunehmend Kopfzerbrechen. Obermeister Hubert Steffl von der Rosenheimer Bäckerinnung machte keinen Hehl daraus, dass die Betriebe jetzt noch mehr rechnen müssen als bisher. Ebenso ärgerte sich Steffl über Pläne, mit einer Ampelkennzeichnung Handwerksbetriebe per Gesetz schon wegen einer Kleinigkeit an den Pranger zu stellen. Der Obermeister setzt jetzt seine Hoffnung auf die Politik, diesen "Unsinn" abzuwenden. In punkto Lehrlingswerbung seien alle Hebel in Bewegung gesetzt worden, mittlerweile sei die Situation nicht mehr so düster wie befürchtet, sagte Steffl.
Bei der Freisprechungsfeier im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter, die die Bäckerinnung nun schon traditionell zusammen mit der Rosenheimer Metzgerinnung abhält, wurden die jeweils besten Bäcker und Metzger sowie die jeweiligen Fachverkäuferinnen der beiden Innungen ausgezeichnet. Dies waren bei den Bäckern Muhammed Aydintan aus Bruckmühl (Prüfungsbester, Ausbildungsbetrieb: Helmut Ratschiller, Holzkirchen); Thomas Andreas Himmelstoß aus Stephanskirchen (Ausbildungsbetrieb: Bäckerei Leitner, Neubeuern) und Maximilian Krempl aus Aschau (Ausbildungsbetrieb: Franz Neumüller, Höhenmoos).
Bei den Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei heißt die Innungssiegerin Martina Franziska Namyslo aus Rosenheim (Ausbildungsbetrieb: Bäckerei Hermann Straßgütl, Reitmehring), Barbara Estner aus Bad Feilnbach (Ausbildungsbetrieb: Sebastian Hirsch, Bad Feilnbach) und Elisabeth Bogenhauser aus Nußdorf (Ausbildungsbetrieb: Cafe Daiser, Brannenburg).
Der Schulleiter der staatlichen Berufsschule I Rosenheim, Oberstudiendirektor Gerhard Heindl, sprach von einer guten Tradition, wenn sich Eltern und Freunde als Gäste bei dem Schritt in die Zukunft der Absolventen beteiligten. Überhaupt seien Eltern und Betriebe wichtige Ansprechpartner in der Zusammenarbeit mit der Schule.
Für die Stadt Rosenheim überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Anton Heindl die Glückwünsche zur bestandenen Prüfung. Der Gesellenbrief öffne den jungen Handwerkern alle Türen, so Heindl. Das Handwerk insgesamt sei in der Region ein Leistungsfaktor mit einem beachtlichen Umsatzvolumen und die Unternehmen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, sagte Heindl.
Text und Bilder: Reisner, OVB









