Brotvielfalt auf dem Prüfstand

11.07.11
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Gute Noten gab es beim Qualitätswettbewerb der Bäckereien aus Stadt und Landkreis Rosenheim in der Rosenheimer Volksbank. Unser Bild zeigt von links Obermeister Hubert Steffl, Prüfer Manfred Stiefel und den Bankdirektor Hubert Kamml. Foto: Reisner

20 Bäckereien mit 120 Brotsorten stellten sich der Qualitätskontrolle

Der Duft von frischgebackenen Broten zieht einmal im Jahr durch die Räume der Rosenheimer VR-Bank an der Bahnhofsstraße. Der Grund war auch diesmal die Qualitätsprüfung, der sich die Mitgliedsbetriebe der Bäckerinnung Rosenheim beteiligen. Seit über 30 Jahren, so Hubert Kamml Chef der Bank unterstrich die traditionell gute Zusammenarbeit mit dem Handwerk und den Bäckern. Gerade heute sei es wichtig Verbraucher- und Qualitätsschutz zu treiben und dass den Menschen bewusst werde was es heißt, gute Lebensmittel zu haben. Der Obermeister der Innung, Hubert Steffl, übrigens der nach München die zweitstärkste Innung in Oberbayern, sagte in der Schalterhalle der Bank, es sei nicht vordergründig, hier die Medaillen  herauszustellen. Viel wichtiger sei es, das Qualitätsniveau ständig zu verbessern. Für die Teilnehmer des Wettbewerbes, an dem 20 Betriebe aus der Stadt und des Landkreises mit über 130 verschiedenen Broten teilgenommen hatten, sei es wichtig sich dem Urteil des Prüfers zu unterziehen und Tipps für die stetige Verbesserung zu bekommen. Der Wettbewerb sei auch ein probates Mittel sich gegenüber den industriell hergestellten Erzeugnissen abzusetzen. Um diese Qualität halten und verbessern zu können sei auch qualitativ gut ausgebildetes Personal nötig, dass derzeit wegen rückläufiger Geburtenzahlen nicht in ausreichend zur Verfügung stehe. Hierzu unternehme die Innung mit gezielten Aktionen alle Anstrengungen, diesem Problem zu begegnen.

Steffl weiter: Der durchschnittliche Bäckereibetrieb beschäftige heute mit 16 Mitarbeitern und weit mehr als vergleichbare Gewerke. Für die Beschäftigten gebe es gute Aufstiegsmöglichkeiten. Das Brot sei neben Wasser das wichtigste Grundnahrungsmittel überhaupt, sagte Steffl. Die unterschiedlichen Kriterien der Prüfung unter anderen wie Form und Aussehen, Geruch und Geschmack, stellte Brotprüfer, Manfred Stiefel vor, der deutschlandweit diese Qualitätskontrolle durchführt.

Obermeister Steffl stellte abschließend nochmal den Unterschied der handwerklichen gegenüber der industriellen Fertigung heraus. Die Verbraucher sollten bei ihrer Wahl wirklich auf die Herkunft achten. Dies sei nicht nur besser sondern schaffe auch Wirtschaftskraft, Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region und sorge überdies für eine Vielfalt gegenüber des Trends der großen Ketten, von Berchtesgaden bis Flensburg die gleiche Brotschiene anzubieten. Ein weiterer Aspekt sei die Versorgungssicherheit, sagte der Obermeister.

Die einzelnen Ergebnisse der Qualitätsprüfung können die Verbraucher unter www.brot-test.de/pruefungsergebnisse/pruefungsergebnisse.html einsehen.

Text und Bilder: J. Reisner